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Trennungsängste bei Hunden

Trennungsängste bei Hunden und Gesichtspunkten der Tierpsychologie

Die Hunde mit solchen Ängsten werden als sehr liebevolle, anhängliche Wesen beschrieben. Sie folgen ihrem Herrchen auf Schritt und Tritt und er bleibt nicht allein in einem Zimmer. Sein Schlafplatz ist im Schlafzimmer der Besitzer oder direkt im Bett. Versperrt ihm eine geschlossene Tür den Weg, beginnt er sofort an ihr zu kratzen und ihm wird die verschlossene Tür geöffnet. Zusammengefaßt: Er möchte nicht einmal allein im Raum verweilen, obwohl jemand zu Hause ist und dies wird ihm auch gewährt. Die Besitzer freuen sich über die Anhänglichkeit, jedoch müssen sie einige Stunden außer Haus, gebärdet er sich wie ein Zerstörer.

Das alleingelassene Tier fühlt sich dann derart bedroht und ist extrem erregt. Bei manchen Hunden fängt dies eher harmlos an, da wird vielleicht zuerst ein Schuh zerkaut oder an Tischbeinen genagt.
Andere Tieren zerfetzen und zerstören die Wohnungseinrichtung, erleichtern sich und verunreinigen die Wohnung oder beginnen mit Selbstverstümmelung. Das innere Gleichgewicht gerät völlig aus den Fugen und das Tier versucht sich durch Ersatzhandlungen abzulenken. Bei instabilen Menschen kann man andere Ersatzhandlungen beobachten, wie zum Beispiel Alkohol- oder Nikotinmißbrauch oder Nägelkauen.

Den Hund für seine Schandtaten zu bestrafen, wäre ein Fehler. Es bleibt nur die Verhaltensstörung zu ändern, indem man ihn erzieht und natürlich auch das eigene Verhalten korrigiert. Bei der Erziehung ist natürlich der Wohnungszwinger hilfreich, hat er sich erst einmal daran gewöhnt, wird das Tier ihn als ein Platz der Ruhe und zum Schlafen nützen. Hierbei helfen Spielsachen und Leckerbissen und er kann auch dort gefüttert werden.

Es soll eine Gewöhnung an den Käfig erreicht werden und dazu wird er ermuntert. Sobald er eingeschlafen ist, wird zum erstenmal der Käfig verschlossen. Wenn er sich dann tagsüber allein in dem Zwinger aufhält, wird seine Panik im Zaum gehalten, der Zerstörungswut wird ein Riegel vorgeschoben.

Gleichzeitig sollte der Besitzer sein Verhalten gegenüber seinem Hund ändern. Der Hund hat nicht mehr das Sagen, wenn es darum geht, daß er Zuwendung bekommt. Auch wenn die treuen Augen und das Nasestupsen noch so verführerisch sind, jedem Betteln um Aufmerksamkeit wird nicht nachgegangen, auch wenn er sich aufgeregt gebärdet. Die Streicheleinheiten kann der Hund jedoch weiter vom Herrchen bekommen, allerdings ausschließlich nur auf Initiative seines Herrn. Vor dem Ausgehen sollte auch nicht Abschied genommen werden, da sich ansonsten die Panik wieder verstärken kann.



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